Aktuelle Informationen zum Austauschprojekt: No water, no life - no water, no peace findet man auf der Projekthomepage: https://cuxkata.jimdofree.com/ und auf der Homepage des Pädagogischen Austauschdienstes des Kultusministeriums: https://www.kmk-pad.org/aktuelles/artikelansicht/pasch-plakette-fuer-projektarbeit-mit-indien.html

Schüleraustausch
Amandus-Abendroth Gymnasium mit
Birla High School for Boys und Sushila Birla School for Girls in Kalkutta, Indien

 Entstehung

2008 begann ein Brieffreundschaft Projekt mit der einer Schule in Kalkutta, Indien verschickt. Über mehrere Jahre wurden liebevoll gestaltete Briefe und Päckchen zwischen den Schulen hin und her geschickt. Bei den Schülern wuchs immer mehr der Wunsch, Indien und ihre Brieffreunde kennenzulernen.
So kam es 2013 dazu, dass 12 Schüler/innen sich mit 2 Lehrer/innen auf den Weg nach Kalkutta machten und wir im Gegenzug 16 Schüler/innen mit ihren Lehrerinnen in Cuxhaven willkommen heißen durften. Der Erfolg des Schüleraustausches sprach sich herum, sodass im zweiten Durchgang 2014 insgesamt 40 indische und deutsche Schüler/innen teilnahmen.

Unsere Projekte

In unseren Austauschen ist es uns wichtig, dass die Schülerinnen neben den kulturellen Erfahrungen, an einem wissenschaftlichen Projekt arbeiten. Im ersten Projekt ging es um erneuerbare Energien und die Möglichkeiten den Klimawandel aufzuhalten. Im zweiten Projekt erforschten die Schülerinnen die Lebensräume der Miesmuschel und des indischen Tigers. Im Projekt soll es um das Oberthema Wasser gehen.   Dabei wollen wir das Wasser als Lebensraum (insbesondere im Wattenmeer) erforschen, als Grundnahrungsmittel betrachten (z.B. die Trinkwasserqualität und die Wasseraufbereitung in Deutschland und Indien vergleichen), Wasser als Wirtschaftsfaktor kennenlernen und den Einfluss des Wassers auf das Klima betrachten.
Wir legen auch sehr viel Wert in unseren Projekten darauf, dass die lokalen Gegebenheiten berücksichtigt werden und örtliche Partner (z.B. Das Wattenmeerzentrum in Sahlenburg, das AWI und die Hochschule in Bremerhaven, ...) in die Projekte mit eingebunden werden.
Die Projekte finden fächerübergreifend statt (Englisch, Biologie, Physik, Kunst, Informatik) und fördern gemeinsam unterschiedliche Fertigkeiten der Schüler/innen. So lernen sie verschiedene naturwissenschaftlichen Methoden, z.B. Experimente durchführen und protokollieren,  Datenauswertung und Visualisierung in Diagrammen, Nutzung von Bestimmungsbüchern. Die Schüler/innen können ihre Englischkenntnisse aktiv und praktisch anwenden. Sie können ihre künstlerischen Kompetenzen zum Beispiel in einem Videotagebuch und der Gestaltung von Ausstellungswänden einbringen. Durch die Nutzung verschiedener Softwareprogramme verbessern die Schüler/innen ihre Medienkompetenz.
Um die Kosten für 20 unserer Schüler/innen im Rahmen von ca. 600 € zu halten, hoffen wir Sponsoren für diesen kulturellen und wissenschaftlichen Austausch zu finden und beantragen Fördergleder beim Pädagogischen Austauschdienst und z.B. der Robert Bosch Stiftung. Die Flugkosten liegen bei etwa 900€, dazu kommen die Kosten für das Programm.

Impressionen aus dem Austauschprojekt 2019

Broschüre / Foto - Dokumentation
Foto-Dokumentation zu den Projektaktivitäten zum Indien-Austausch 2019 zum Thema "no water, no life - no water - no peace"
Bröschüre Indienaustausch 2019.pdf
Adobe Acrobat Dokument 2.3 MB

Von Adventure und Armut bis hin zum „Zeitgeist“

Indien-AG Jg. 10 / 11 

Unsere Erfahrungen beim Indien-

Austausch 2019

Du hast sicherlich schon mal von Indien gehört, sei es aus Büchern, Filmen oder Erzählungen.

Darüber hinaus weist du auch bestimmt, wofür Indien bekannt ist. Das können zum Beispiel

die vielen Farben und hohen Temperaturen sein, und auch die stark verbreitete Armut, oder

zum Beispiel die traditionellen Klänge bzw. Lieder, aber vor allem auch der nervige Verkehr.

 

Und jetzt stell dir vor, du warst inmitten einer dieser farbenfrohen und bewachsenen Straßen

Kolkatas (Kalkutta). Es ist laut und chaotisch, es wird fast durchgängig gehupt. Viele

verschiedene Menschen laufen dicht an dir vorbei, ohne dich zu beachten und wahnsinnig

viele Sinneseindrücke wirken in diesem Moment auf dich ein. Das ist dieser spezielle Moment,

ab dem ungefähr klar wird, wie weit man überhaupt von zuhause entfernt ist. So war es

jedenfalls bei uns der Fall.

 

Das mag ja anfangs etwas abschreckend klingen, aber das Austauschprogramm „Indien“

bietet dir eine einmalige Gelegenheit, eine derart fremde Kultur selbst zu „leben“. Vorurteile

und Ängste vor diesem Austauschprogramm zu haben ist dabei nichts Ungewöhnliches. Damit

du dich in diesem fremden Land auch zurechtfindest, falls du dich für die Teilnahme an diesem

Projekt entscheidest, bekommst du einen Partner oder eine Partnerin, in dessen Familie du für

diese aufregende Zeit fast schon „unheimlich“ gastfreundlich aufgenommen wirst. Du wirst

sogar zu einem offiziellen Familienmitglied, wie die Mutter es dir dort gern vermitteln.

 

Aber auch Projektarbeit in der Birla Highschool und der Sushila Birla Girls School war zu

erledigen. Wie unser Projetslogan „no water, no life – no water, no peace“ schon aussagt, ging

es bei uns rund ums Thema „Wasser“: Wir haben verschiedene Wasserproben analysiert und

uns mit vielen anderen Aspekten der Bedeutung des Wassers beschäftigt.

 

Aber auch der Spaß war auf unseren zahlreichen Exkursionen nicht abwesend. Für eine

besondere Überraschung sorgten unsere Austauschpartner mit einer ordentlichen

Abschlussparty und einem „speziellen“ Kuchen für uns. Irgendwann gingen aber diese ganzen

aufregenden Tage, voll neu geschlossener Freundschaften vorbei und alles lief auf den Abschied

zu, jedenfalls vorerst. „Warum denn jetzt schon?“ und „Müssen wir wirklich schon

abreisen?“ waren dabei häufige Gedanken. Die meisten verabschiedeten am sich noch mit

einigen erlernten Brocken Hindi und einer brüderlichen Umarmung.

 

Zu den besonderen Erinnerungen gehören hier bei uns die wackeligen Busfahrten durch und

um Kolkata herum und der ganze Karaoke -Gesang, der nicht immer nur gute Laune verbreitete.

Dazu kommen individuelle Storys vom Probieren heimischer „Spezialitäten“, Street Festivals,

einem Autounfall (bei dem zum Glück niemand verletzt wurde) und natürlich dem

Unvergesslichen Hit „Safe drive, save life“.

 

Die Teilnahme an diesem Projekt erfordert etwas Mut, aber vor allem, und das mochten wir

den Lesern und den möglichen nächsten Teilnehmern besonders ans Herz legen, erfordert es

eine Menge Offenheit.

 

Wir wünschen allen nächsten Teilnehmern unvergessliche Momente, feste Freundschaften

fürs Leben und natürlich viel Freude. Ganz herzlich bedanken wir uns bei dem Lions-Club Cuxhaven, der EWE-Stiftung und dem Pädagogischen Austauschdienst, die mit ihrer finanziellen Unterstützung 

dieses Projekt möglich gemacht haben. 

 

Anton Plath und Felix Franck

Foto: J. Tiedemann, Cuxhavener Nachrichten

 

AAG als einzige Schule Niedersachsens mit der PASCH-Plakette ausgezeichnet

      

Erst letzten Monat hatten wir das eTwinning-Qualitätssiegel des Pädagogischen Austauschdienst für ein herausragendes Europa-Projekt erhalten. Jetzt kam eine Auszeichnung des PASCH – Schulen: Partner der Zukunft, eine Inititative, die die weltweite Vernetzung von Schulen fördert. Das AAG erhielt diese Auszeichnung als einzige Schule in Niedersachsen bzw. eine von nur ca. 100 Schulen bundesweit, für die langjährige, erfolgreiche Kooperation mit unseren indischen Partnerschulen in Kokata, Indien, der Birla Highschool und der Sushila Birla Girls School. Die Auszeichnung wurde von Herrn Kremer von der Landesschulbehörde überreicht, der besonders das hohe Niveau der Projektergebnisse betonte – ein großes Lob an die Teilnehmer/innen der letzten Austauschbegegnung 2019 und ein Ansporn an die neuen Teilnehmer/innen, die sich just in dieser Woche zum ersten Mal getroffen haben, um das Projekt „no water, no life – no water, no peace“ weiter zu führen.

 

An dieser Stelle noch mal ein ganz herzlicher Dank an unsere Sponsoren, den Lions Club Cuxhaven, die EWE-Stiftung und den Pädagogischen Austauschdienst, ohne deren Unterstützung die Durchführung eines solchen Austauschprojekts nicht möglich gewesen wäre!

Impressionen vom Austausch 2016

Schülerartikel zum Gegenbesuch der Inder 2016

verfasst von Journalisten-Team

 

Das Amandus-Abendroth-Gymnasium hatte vom 28.05.2016 bis zum 11.06.2016 Besuch von 19 indischen Austauschschülern und 2 Lehrerinnen der Sushila Birla Girls School und der Birla High School aus Kalkutta, Indien.

 

 

 

 

 

Aufgrund des Projektes zum Thema „Wasser - ermöglicht Leben auf dem Planeten Erde“ wurden zahlreiche Experimente zur Analyse der Wasserqualität des indischen und des deutschen Wassers durchgeführt. So wurden Proben von den verschiedenen Gewässern, wie beispielsweise dem Ganges und der Elbe und auch dem Trinkwasser beider Länder genommen, um sie auf ihre Bestandteile zu untersuchen. Durch die harmonische Zusammenarbeit und dadurch, dass alle Schüler involviert waren, kamen sehr gute Ergbnisse zustande, welche schlussendlich zu einem wissenschaftlichen Bericht zusammengefasst worden sind.

 

 

 

Zu einem Aufenthalt in Cuxhaven gehört natürlich auch ein Besuch des Wattenmeers. Unwissend machte sich die Gruppe auf zum Watten BZ, um dort das Watt und damit Wasser als Lebensraum kennenzulernen. Eine Meeresbiologin begleitete die Schüler und half ihnen zu verstehen, welche Rolle die verschiedenen Organismen im Watt spielen. Für die Inder war es  anfangs eine gewisse Überwindung, das Gefühl von Wattboden zwischen den Zehen zu spüren, da es in Kalkutta weder die Gezeiten gibt, noch das Watt.

 

 

 

Unter dem Aspekt der Trinkwassergewinnung  und Abwasserreinigung besichtigte die deutsch-indische Gruppe das Wasserwerk und die Kläranlage der EWE.

 

Bei der Besichtigung der beiden Aufbereitungsanlagen erklärten die Experten der EWE detailliert die verschiedenen chemischen Prozesse, die an der Reinigung des Abwassers beteiligt sind und große Unterschiede zur Abwasserreinigung in Kalkutta aufweisen.

 

 

 

Herr Raguse, ein Seemann, der in den Sechzigern die indische Küste bereiste, ermöglichte einen anderen Blick auf die Stadt und die Vergangenheit Indiens, indem er private Fotos von seinen Reisen zeigte, und den Schülern und Schülerinnen seine Lebenserfahrung mitteilte. 

 

 

 

Am Anfang der 2. Woche besuchten die deutschen und indischen Schüler in Bremerhaven das AWI (Alfred-Wegener-Institut), welches sich mit Polarforschung, Klimawandel und Umweltverschmutzung im Meer befasst. Besonders die Kältekammer mit den Eisbohrkernen und die Informationen über die Neumeyer-Station des AWI begeisterte die Schüler und Schülerinnen. Das Labor IBEN hat einige der von den Schülern genommenen Wasserproben auf die Trinkwasserqualität bezüglich der Schwermetalle analysiert und uns bei einem Besuch die Vorgehensweise erläutert. Im Klimahaus fand anschließend eine Rallye statt, an der die Schüler mit viel Freude teilnahmen und Fragen rund um das Klima und die Rolle des Wassers beantworteten. Ein besonderes Erlebnis war die anschließende Übernachtung im Klimahaus zusammen mit ihren indischen Austauschpartnern. Die Schüler und auch die Lehrer berichteten ausschließlich positiv von diesem sehenswerten Ausflug und ihre neuen Erkenntnisse zum Projektthema.

 

Als die Schüler am nächsten morgen das Klimahaus verließen, ging es gleich weiter zum EUROPORT/BLG –Hafen, einem der größten Umschlaghäfen Europas. Dort ermöglichte ihnen die BLG durch eine Sondergenehmigung eine exklusive Besichtigung des Geländes. Vom Dach des Verwaltungsgebäudes konnten sie sich einen Eindruck von den enormen Dimensionen des Bremerhavener Hafens machen. Während der beeindruckenden Rundfahrt mit dem Bus schilderte ihnen Herr Schiffer zahlreiche Fakten über die Arbeit im Hafen.

 

 

 

Das Museum „Windstärke 10“ in Cuxhaven, erbaut aus zwei historischen Fischpackhallen, vermittelte Neues und Wissenswertes über die heimische Nordsee. Bei der Führung durch das Museum wurde vor allem gezeigt, wie sehr sich die Fischerei von früher bis heute verändert hat, welche Unglücke sich vor unserer Küste zugetragen haben und inwiefern sie zur Weiterentwicklung der Schifffahrt und der Schiffe beigetragen haben.

 

 

 

An den Wochenenden verbrachten die Familien gemeinsame Zeit mit den Schülern. Diese Zeit wurde ausgiebig genutzt, um den indischen Partnern Deutschland so gut wie möglich zu zeigen. Die sonnigen Tage wurden auf verschiedene Art und Weise genossen. So traf man sich oft abends am Strand und fuhr mit dem Schiff nach Helgoland oder zu den Seehundsbänken. Einige hatten einen schönen Tag im Heidepark, waren am Otterndorfer See Tretbootfahren oder Schwimmen. Die Möglichkeit, einmal Fahrrad zu fahren und gleichzeitig noch den ruhigen Wald oder den Strand kennen zu lernen, musste natürlich in Form von einigen heiklen Fahrradtouren genutzt werden. Natürlich sollten auch Andenken nicht fehlen, welche während Shoppingtouren in Cuxhaven, Bremerhaven und Hamburg ergattert worden sind. Einige Abenteuerbegeisterte haben sogar den Kletterpark in Sahlenburg besucht. Dies war für die indischen Austauschschüler eine actionreiche Erfahrung.

 

 

 

Der letzte Abend in Cuxhaven war eine gute Gelegenheit um Abschied zu nehmen. Die Mischung aus Deutschen, indischen und auch englischen Gästen führte zu einer bunten Mischung der Nationen. Es wurden traditionelle indische Tänze in Saris aufgeführt, die Ergebnisse der englischen Projektarbeit vorgestellt und die Schulband des AAGs Triple Stripe sorgte für musikalische Unterhaltung. Daraufhin folgte ein vielfältiges Buffet, das von den Gastfamilien vorbereitet wurde.

 

 

 

Als Abschluss dieses Projektes fuhr die indisch-deutsche Gruppe gemeinsam nach Hamburg. Dort genossen sie noch einmal die restliche gemeinsame Zeit und die Lichterfahrt durch die Landungsbrücken am Abend. Am Samstag gegen Mittag verabschiedeten sich die deutschen Schüler und Schülerinnen schweren Herzens am Hamburger Flughafen von ihren indischen Freunden.

 

 

 

Durch den Austausch zwischen den doch sehr unterschiedlichen Ländern und Kulturen entstanden gute Freundschaften. Trotz kleiner Differenzen hatten im Endeffekt alle Beteiligten viel  Spaß und Freude an dem Schüleraustausch und sind traurig, dass die Zeit so schnell verging. Die indischen Partnern bemerkten vor allem die unterschiedliche Infrastruktur und das sehr andere Essen. Die Menschen vorort wurden von ihnen als sehr höflich und aufgeschlossen empfunden.

 

„Wir hatten viel Spaß und werden auf jeden Fall viele neue Informationen mit zurück nach Indien nehmen“, so eine indische Schülerin.

 

 

 

Besonders Frau Dr. Steinmetz, Frau Keuser und Frau Lisewski des Amandus Abendroth Gymnasiums ermöglichten durch ihre Unterstützung, Hilfsbereitschaft und gute Vorbereitung den Erfolg dieses Austausches. Außerdem gilt besonderer Dank dem Lions Club Cuxhaven und dem Pädagogischen Austausch Dienst (PAD) für ihre finanzielle Unterstützung.

 

 

 

 

Jasemin Brikey, Jahrgang 10