GPS-Tour zu den Stolpersteinen in Cuxhaven

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Das Projekt "Stolpersteine" am AAG

Gunter Demnig
Gunter Demnig

Seit 2012 wurden im Rahmen einer Kooperation der Stadt Cuxhaven, dem Förderverein Cuxhaven und Cuxhavener Schulen "Stolpersteine" des Künstlers Gunter Demnig verlegt. 

In Cuxhaven wurden am 13. Oktober 2012 die ersten vier Stolpersteine verlegt. Die letzten Steine fanden in Cuxhaven im Jahr 2016 ihren Platz. Diese Seite bietet einen Überblick über das Engagement der Cuxhavener Schüler in diesem Projekt und bietet gleichzeitig den Zugang zu einem GPS-geleiteten Stadtrundgang, der 2017 von AAG-Schülern eigenständig entwickelt worden ist. 

Video von Schülern anlässlich der ersten Stolperstein-Verlegung in Cuxhaven

Was sind Stolpersteine?

Mit den Stolpersteinen wird an die Opfer der NS-Zeit erinnert, indem diese vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort in kleinen, ca.10 x 10 cm großen Betonsteinen    mit einer darauf verankerten Gedenktafel aus Messing in den Gehweg eingelassen werden. Inzwischen sind in 780 Orten Deutschlands und in 11 Ländern Europas    Stolpersteine in die Gehwege eingelassen und die Menschen somit verewigt worden. „Ein  Mensch ist vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, sagt Gunter Demnig.   Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die  einst dort wohnten. Zudem werden den NS-Opfern, welche in Konzentrationslagern  zu Nummern degradiert wurden, ihre Namen zurückgegeben. 

Wie sehen diese Stolpersteine aus?


Auf den Stolpersteinen steht geschrieben:   

HIER WOHNTE    
Vorname,    Name   
(gegebenenfalls auch Geburtsname)    
Geburtsjahr    
Deportationsjahr und- ort
sowie Angaben zum Schicksal.

 

Wo liegen die Stolpersteine in Cuxhaven?

Welche Stolpersteine gibt es in Cuxhaven?

Die Reihenfolge entspricht der des GPS-Rundgangs

Große Hardewiek 1

Bernhard Rosenthal besaß eine Schlachterei in Cuxhaven. 
Er hatte 3 Töchter (Minna, Erna und Gerda). Der Boykott-Tag leitete für ihn den wirtschaftlichen Niedergang ein. Auf sein Anraten ging Erna 1933 in die Niederlande. 1936 verstarb seine Ehefrau Selma und er musste sein Haus und Geschäft unter Wert verkaufen. Daraufhin zog er mit Gerda zu Minna, die mit ihrem Ehemann in Hamburg wohnte. 1942 wurde Bernhard Rosenthal nach Theresienstadt deportiert und dort ermordet.

Minna Rosenthal, älteste Tochter der Familie Rosenthal, absolvierte eine kaufmännische Lehre und heiratete den Kaufmann Willy Mathias. Von Cuxhaven zog die Familie 1923 nach Hamburg, wo sie 1936 weitere Familienmitglieder aus Cuxhaven aufnahmen. 1941 wurde sie mit ihrem Mann und der Tochter Vera nach Minsk deportiert. Niemand überlebte. Auch Minnas andere Tochter Lisa wurde mit ihrer Familie nach Theresienstadt und weiter nach Ausschwitz deportiert, alle kamen dort um.

Betty Erna Rosenthal, seit 1940 verheiratet mit Rudolf Asch, wurde aus Cuxhaven im September 1933 nach Enschede/Niederlande abgemeldet. Von 1942 bis zum Kriegsende wurde sie im KZ Westerbork inhaftiert. Sie überlebte und starb hundertjährig 2004 in Hilversum.

Gerda Rosenthal war ausgebildete Krankenschwester. Im Juli 1936 wurde sie von Cuxhaven nach Hamburg abgemeldet und von dort im November 1941 mit ihrem Mann Erwin Elias nach Minsk deportiert. 

Von beiden ist das Todesdatum unbekannt.

Holstenstraße 7 / Ecke Nordersteinstraße:

Benjamin und Anna  Wallach betrieben in Cuxhaven einen Schrott- & Metallhandel. Nach dem Boykott-Tag musste das Unternehmen aufgegeben und verkauft werden. In Hamburg gründeten sie ein neues kleines Unternehmen, welches ihr Sohn Alfred 1936 übernahm.

1938 wurde ihnen allerdings die Lizenz von der Fachgruppe  „Alt- und Abfallstelle“ entzogen. Ab 1941 musste das Ehepaar den Judenstern tragen und im selben Jahr wurden sie gezwungen in ein „Judenhaus“ zu ziehen. 1942 wurden sie nach Theresienstadt deportiert und dort ermordet.

Kaemmererplatz 1

Wilhelm Heidsiek wurde in Preußisch- Oldendorf geboren. Nach der Volksschule ging er in eine Lehre als Schriftsetzer und Maschinensetzer und 1910 nach Cuxhaven, um beim Cuxhavener Tageblatt eine Stelle als Maschinensetzer anzunehmen. Hier lernte er in der Gewerkschaftsbewegung Karl Olfers und Heinrich Grube kennen, die wie er die gleichen Ziele verfolgten. Sein Traum war es, sich selbständig zu machen und eine sozialdemokratische Zeitung zu verlegen, für die der Name „Alte Liebe“ gewählt wurde. Er wurde Mitglied im Stadtrat, war Vorsitzender der SPD, im Kirchenvorstand und im Vorstand des Stadttheaters. Die Zeitung „Alte Liebe“ zog in das neue Pressehaus am Kaemmererplatz. Auch die Familie Heidsiek fand 1932 hier eine Wohnung. Am 15.3.1933 erschien die letzte Ausgabe. Die sozialdemokratische Presse war verboten. Das gesamte Vermögen, auch das Pressehaus einschließlich aller Maschinen, wurde beschlagnahmt. Heidsiek kämpfte im Untergrund gegen die Nazis, wurde aber immer  häufiger inhaftiert. Im Rahmen der als Reaktion auf das Attentat vom 20. Juli 1944 durchgeführten „Aktion Gewitter“ wurde Heidsiek in das KZ Neuengamme gebracht. Offiziell ist Wilhelm Heidsiek am  7. November 1944 am Herzschlag gestorben.

Kaemmererplatz, Beginn Nordersteinstraße

Seit 1892 lebte der Kaufmann Jakob Alexander Scharfstein in Cuxhaven und führte seit 1910 ein Bekleidungsgeschäft in der Nordersteinstraße 35. Es entwickelte sich zu einem führenden Modehaus mit bis zu 17 Beschäftigten. Der erarbeitete Wohlstand zeigte sich in Immobilien und Wertpapieren, allerdings auch in vielen wohltätigen Aktionen, die Scharfstein zu einem angesehenen und beliebten Bürger der Stadt machten. Dadurch war er schnell den dauernden Angriffen der Cuxhavener NSDAP ausgesetzt und es wurden Boykottmaßnahmen angeordnet. 

1925 heiratete Scharfstein Gertrud Horwitz und die Söhne Manfred und Heinz wurden 1926 und 1928 geboren. Die Boykottmaßnahmen zeigten Wirkung und 1935 war die Familie gezwungen, das Geschäft zu veräußern. Der Gedanke einer Auswanderung nahm immer mehr Gestalt an und das Ehepaar zog mit den Kindern 1936 nach Hamburg, wo sie eine Talmud-Tora-Realschule besuchten. 

Die Verhaftung Jakob Scharfsteins im Zuge des Pogroms 1938 verhinderte die Auswanderung der ganzen Familie. Nur die Söhne Manfred und Heinz konnten mit Hilfe von Verwandten nach Palästina gebracht werden. Für Scharfstein folgten Verhaftungen und „Schutzhaft“ im KZ Fuhlsbüttel. Nach der Entlassung wurden weitere Möglichkeiten der Auswanderung geprüft. 

Nach dem Bezahlen der Reichs- Fluchtsteuer und der Judenabgabe wurde das Ehepaar mit einem  Sammeltransport in einem geschlossenen Waggon nach Spanien gebracht. Von dort war in einem  völlig überladenen Frachtschiff mit unzureichenden hygienischen Verhältnissen das Ziel Amerika. Jakob Scharfstein erkrankte an Bord und starb am 28. August 1941. Seine Ehefrau lebte mit ihren Kindern, die inzwischen aus Israel nach Amerika gelangt waren, in New York und starb dort 1988.

Poststraße 11

Leo Ehrlich belieferte als Großhändler für Lebensmittel u.a. die Cuxhavener Fischindustrie. Bis 1933 lebte er mit seiner Frau Lieschen Ehrlich ein gutbürgerliches Leben. Sie hatten zwei Töchter, Herta und Erika.

Am 23.06.1938 wurde Leo Ehrlich in das KZ Sachsenhausen als Opfer der Aktion  „Arbeitsscheu Reich“ deportiert. Am 02.03.1942 wurde er, nach weiteren Haftzeiten im KZ Dachau und Buchenwald, in der Euthanasie Anstalt Bernburg vergast. Seine Frau Lieschen, die zwischenzeitlich nach Güstrow zur Tochter Herta gezogen war, wurde von dort am 11.07.1942 nach Auschwitz deportiert  und  im selben Jahr ermordet.

Herta Jacobsohn ist die Tochter von Leo und Lieschen Ehrlich. Sie war Schneiderin in Cuxhaven, bis sie den Lederhändler und letzten Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Güstrows, Max Jacobsohn, heiratete. Sie zog zu ihm nach Güstrow. Am 11.07.1942 wurde sie mit ihrer Familie und Mutter über Berlin nach Auschwitz deportiert und im selben Jahr mit ihnen dort ermordet.

Erika Ehrlich hatte sich 1935 von Cuxhaven nach Deggendorf abgemeldet. Ihr gelang 1939 die Emigration nach England, nach dem Krieg zog sie in die USA. Dort lebt sie heute in einem Altersheim.

Poststraße 11

Hermann Blumenthal kam mit seiner Ehefrau Selma und der Familie 1909 nach Cuxhaven und betrieb zuletzt mit Selma ein Manufakturwarengeschäft in der Deichstraße. Die Familie führte ein gutbürgerliches Leben und den Kindern wurde eine höhere Schulbildung ermöglicht.

1938 verstarb Selma Blumenthal in Cuxhaven, im August gleichen Jahres übernahm Hermann Blumenthal das Amt des Vorstehers für die jüdische Restgemeinde. 1941 zog er nach Hamburg und wurde im gleichen Jahr nach Riga-Jungfernhof deportiert. Das Todesdatum ist unbekannt.

Kurt Blumenthal kam als drittes Kind der Familie in Dortmund zur Welt, in Cuxhaven erhielt er eine kaufmännische Ausbildung und ging später mit seiner Ehefrau Käthe, geb. Simon, nach Hamburg. Im Oktober 1941 wurden beide mit der ersten Deportation Hamburger Juden in das Ghetto Litzmannstadt/Lodz deportiert und wurden dort ermordet. Käthe Blumenthals Todesdatum ist unbekannt.

Irma Blumenthal verdiente sich nach ihrer Schulausbildung mit Privatunterricht in Fremdsprachen, Mathematik und Deutsch ihren Lebensunterhalt. Gute Zeugnisse, besonders auch von arischen Familien, brachten ihr einen sehr guten Ruf ein. 1935 zog sie nach Hamburg, um als Erzieherin zu arbeiten, wechselte 1937 als Haushälterin zu John Landau, ihrem späteren Ehemann. 1939 konnte sie nach England emigrieren und verstarb dort 1985.

Kapitän-Alexander-Straße 1

Karl Alexander wurde in Pötschendorf, Kreis Rastenburg/ Ostpreußen, geboren. Nach der Schulzeit war Karl Alexander in Korschen/Ostpreußen u.a.im Eisenbahnbau, im Stahlwerk, am Bau und  bei der Bahn beschäftigt. Im Jahr 1908 trat Alexander in die  Gewerkschaft ein. 1913 musterte er als Matrose auf einem Cuxhavener Dampfer an. Vor und nach dem Ersten Weltkrieg fuhr er auf mehreren Schiffen der Cuxhavener Hochseefischerei und qualifizierte sich mit weiteren Patenten bis hin zum Kapitän. Im Jahr 1920 wurde Karl Alexander SPD-Mitglied und schloss sich 1928 dem SPD-Wehrverband „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“ an. 1933 wurde Alexander wegen seiner kritischen Äußerungen zum Nationalsozialismus auf Veranlassung der NSDAP für fünf Wochen ohne Haftbefehl in „Schutzhaft“ genommen. Eine Anklage wegen Hochverrat musste zwar fallengelassen werden, dafür verurteilte man ihn am 24. Juli 1939 wegen Vergehens gegen das „Heimtückegesetz“ zu einem Jahr Haft. Unmittelbar nach seiner Entlassung aus der Haft am 20. Mai 1940 wurde er von der Gestapo in das Konzentrationslager Sachsenhausen verschleppt und der Strafkompanie zugeteilt. Dort wurde er am 25. Mai 1940 eingeliefert. Gemäß einer Eintragung im Standesamt Oranienburg verstarb Karl Alexander am 12. Juni 1940 an „Herdlungenentzündung und eitriger Bronchitis“.

Deichstraße 20

Oskar Dankner war Kinobesitzer und Betreiber eines Wäsche-und Strumpfgeschäftes in Cuxhaven. Durch den Boykott-Tag am 01.04.1933 war er gezwungen einen „Total-Ausverkauf“ zu veranstalten und das Kino zu verpachten. Im selben Jahr ging er  nach Warschau. 1938 musste er das Kino verkaufen. Jedoch war ab 1937 die Devisenausfuhr für Nicht-Deutsche untersagt. Oskar Dankner musste daher 1 Jahr ins Gefängnis, wo er wegen eines „Lungenleidens“ verstarb.

Grüner Weg: Rathaus

Heinrich Grube wurde in Rosdorf bei Göttingen geboren und erlernte dort das Malerhandwerk. Später wurde er Berufssoldat und verpflichtete sich auf 12 Jahre. So kam Grube nach Cuxhaven und lernte die SPD Mitglieder Wilhelm Heidsiek und Karl Olfers kennen. Als Leiter des Jugend-und Wohlfahrtsamtes der Stadt Cuxhaven setzte er sich für seine Mitbürger ein und ging dabei oft unbürokratische Wege. Er war Sozialdemokrat und wurde 1924 in den Rat der Stadt gewählt. 1933 haben die neuen Machthaber sofort versucht, Grube aus dem Amt zu drängen. Mit Hilfe eines Gesetzes gelang es den Nazis schon am 11.4.1933 Heinrich  Grube zu beurlauben und dann endgültig zum 1.7.1933 aus dem Dienst der Stadt zu entlassen. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 wurde Grube zusammen mit Heidsiek im Cuxhavener Gefängnis inhaftiert. Von dort wurden beide Männer ins KZ nach Neuengamme abtransportiert. Heinrich Grubes Todesursache wurde mit Lungenentzündung angegeben und das Todesdatum mit dem  16. November 1944.

Kirchenpauerstraße 1

Bernhard und Friedrike Weinberg waren ein kinderloses Ehepaar aus angesehenen Familien. Der Ingenieur Bernhard Weinberg war als Betriebsleiter bei der Cuxhavener Schiffswerft Franz Mützelfeldt tätig, bis das Beschäftigungsverhältnis auf Verlangen der Kriegsmarine 1937 eingestellt werden mmusste. Im Dezember 1940 zog das Ehepaar in eine kleine Wohnung nach Hamburg.

Zu der geplanten Auswanderung kam es nicht, die Eheleute mussten am 26.03.1942 in ein „Judenhaus“ ziehen und wurden am 15.07.1942 nach Theresienstadt deportiert. Bernhard Weinberg wurde dort am 18.01.1943 ermordet. Seine Frau erlag nach der Befreiung und Emigration in die USA den Folgen der Haft am 15.09.1946.

Strichweg 29

Max (Moritz) Cahn ließ sich 1919 als Schlachtermeister in Cuxhaven mit seiner zweiten Frau Gertrud und dem Sohn Karl Hans nieder. Sohn Paul aus der ersten Ehe studierte zu dieser Zeit schon Medizin. 1936 zog er nach Düsseldorf um und später von dort nach Wanne-Eickel bei Dortmund. Am 15.07.1942 wurde er nach Theresienstadt deportiert, wo er am 05.05.1943 ermordet wurde.

Dohrmannstraße 1

Hermann und Augusta Sternberg lebten seit 1929 in Cuxhaven, wo 1930 ihre Tochter und 1931 ihr Sohn geboren wurden. Hermann Sternberg betrieb einen Fußpflegesalon. Seit 1935 musste er wegen seiner jüdischen Herkunft von Seiten der Nationalsozialisten geschäftliche Beeinträchtigungen hinnehmen und wurde 1938 im KZ Sachsenhausen inhaftiert.

1939 konnte er per Schiff nach Shanghai flüchten. Seine Familie folgte 1940 auf dem seit Kriegsbeginn nur noch möglichen und sehr beschwerlichen Landweg über Sibirien

Steinmarner Straße 10

Hanna Erdmann kam aus Breslau nach Cuxhaven und  arbeitet als Klavierlehrerin. 1940 wurde sie verhaftet und nach verschiedenen Gefängnisaufenthalten in die Heil- und Pflegeanstalt Sayn eingeliefert, 1943 dann nach  Theresienstadt deportiert. Hanna Erdmann überlebte, kam für einige Jahre nach Cuxhaven zurück und zog später nach Bremen. Ihr Mann, der nicht Jude war, ließ sich 1942 von ihr scheiden.

Albert-Schweitzer-Straße 21

Rolf-Jürgen Erbguth wurde mit einer geistigen Behinderung am 28.7.1928 in Cuxhaven geboren. Bedingt durch die Krankheit konnte er weder richtig lesen noch schreiben, war zeitweise schwer ansprechbar und zeigte ein aggressives Verhalten. Bis 1938 lebte er mit der Familie in der Wilhelmstraße, dann wechselte die Familie ihren Wohnsitz und zog in die jetzige Albert- Schweitzer-Straße 21.

Beethovenallee 7

Marianne Janecke wurde am 02.02.1934 geboren und lebte mit ihrer Familie in Cuxhaven, Richt-hofenallee 7 (heute Beethovenallee 7). Das Kind wies eine Entwicklungsverzögerung auf und wurde im Rahmen von Hitlers „Euthanasie-Befehl“ von den Nazis als „unwertes Leben“ eingestuft. Die Nazis holten Marianne aus der Familie und brachten  sie  am 25.10.1940 in die Rotenburger Anstalten der Inneren Mission. Am 12.10 1941 wurde sie in die sogenannte „Kinderfachabteilung“ der „Heil- und  Pflegeanstalt“   Uchtspringe, Sachsen-Anhalt,„verlegt“. Marianne wurde dort im Alter von 7 Jahren am 10.12. 1941 ermordet.  Marianne Janecke ist eines von 300.000 Opfern der nationalsozialistischen Patienteneuthanasie.

Quellen

Literatur:

Dettmer, Frauke:

Cuxhavener Juden 1933 bis 1945. Cuxhaven: Rauschenplat 2011.

Dettmer, Frauke:

Juden in Cuxhaven. Cuxhaven: Cux-Dr. Vorrath 1990.

Spuren suchen - Spuren legen. Drei Stadterkundungen zur Cuxhavener Geschichte.

Broschüre. Hrsg. v. Stadt Cuxhaven, 2017.

Stolpersteine in Cuxhaven.

Flyer. Hrsg. v. StadtCuxhaven, 2015.

 


Internet:

Cuxpedia: Artikel "Stolperstein"

URL: http://cuxpedia.de/index.php?title=Stolperstein

Zuletzt abgerufen: 16.06.2017.

Wikipedia: Artikel "Gunter Demnig"

URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Gunter_Demnig

Zuletzt abgerufen: 16.06.2017.

Wikipedia: Artikel "Liste der Stolpersteine in Cuxhaven"

URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Stolpersteine_in_Cuxhaven

Zuletzt abgerufen: 16.06.2017.

Wikipedia: Artikel "Stolpersteine"

URL:https://de.wikipedia.org/wiki/Stolpersteine

Zuletzt abgerufen: 16.06.2017.

Außer dem AAG engagieren sich in dem Projekt:

unterstützt von: Frau Dr. Frauke Dettmer,  Kulturwissenschaftlerin