Hochbegabtenverbund

Der ev. Kindergarten Spieka, die Grundschule Nordholz, die Grundschule Groden und das Amandus-Abendroth-Gymnasium Cuxhaven bilden einen Verbund zur Förderung besonderer Begabungen von Kindern und Schülern in ihren Einrichtungen.

Präambel der Kooperatiosvereinbarung:

 

Persönlichkeitsbildung und die Förderung von Begabungen ist die Aufgabe von Kindergarten und Schule. Da im niedersächsischen Konzept nicht nur die intellektuell Hochbegabten zu fördern sind, gibt es keine Kausalität zwischen Intelligenzquotient (IQ) und Förderung.

Wir gehen von einem Begabungsbegriff aus, der kognitive Intelligenz mit personalen Voraussetzungen und Umwelteinflüssen verbindet.

Neben Sprache, Mathematik und Naturwissenschaften gibt es auch musikalisch-künstlerische, sportliche, handwerklich-technische, soziale und emotionale  Begabungen.

Howard Gardner spricht von „multipler Intelligenz“ mit folgenden Ausformungen:

      sprachlich

      logisch (analytisch)

      räumlich

      musikalisch

      körperlich, kinästhetisch

      Verständnis anderer Personen

      Selbsterkenntnis

 

Hochbegabte gibt es in Kindergärten und allen Schulformen, sie sind nicht immer leicht zu identifizieren. Ihre Förderung ist nötig, um den unterschiedlichen Persönlichkeiten gerecht werden zu können.

 

Es ist wenig hilfreich, das Konzept von „Hochbegabung“ ausschließlich auf Zensuren oder die Ergebnisse diagnostischer Testverfahren zu reduzieren. Bei IQ-Tests wird nur ein begrenztes Spektrum menschlicher Fähigkeiten gemessen, vor allem sprachliches und mathematisches Vermögen.  Musikalisch, zeichnerisch, sozial-emotional und psychomotorisch besonders talentierten Kindern werden solche Tests nicht gerecht.

 

Notwendig ist daher die Ausweitung unserer Diagnosemethoden. Neben Schulnoten, dem  Lehrerurteil, Leistungstests und Intelligenztests muss auch der biografische Ansatz berücksichtigt werden.

Die Feststellung einer besonderen Begabung soll durch systematische Beobachtungen und Untersuchungen in Lernsituationen sowie durch informelle Tests erfolgen. Lehrkräfte erhalten durch die fortlaufende Beobachtung und Beschreibung des Lern- und Leistungsverhaltens Hinweise auf individuelle Fähigkeiten und Kompetenzen. Wichtige Ansprechpartner bei Fragen der Diagnostik sind neben den Erziehern und Lehrkräften auch Schulpsychologen, Erziehungsberatungsstellen, Eltern und die Kinder und Jugendlichen selbst.

Kooperationsvereinbarung zur Einrichtung eines Hochbegabtenverbundes
Hochbegabtenverbund-2008.pdf
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Kooperationsvereinbarung zur Einrichtung eines Hochbegabtenverbundes
Broschuere_Begabungen_erkennen_und_foerd
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