Das bilinguale Profil am AAG
1. Was bedeutet „bilingual“?
Bilingualer Unterricht ist zweisprachiger Unterricht in einem Sachfach, also z. B. Geschichte, Politik, Sport, Kunst. Die beiden Sprachen sind in unserem Fall Englisch und Deutsch. Der Unterricht findet dabei überwiegend auf Englisch statt.
2. Was sind die Vorteile des bilingualen Unterrichts?
Im Zeichen von Globalisierung stellt der Arbeitsmarkt hohe fremdsprachliche Anforderungen an junge Studien- und Berufsanfänger. Fließendes Englisch wird zunehmend als selbstverständlich vorausgesetzt. Insbesondere erscheint die wissenschaftliche Literatur in allen Studiengängen immer häufiger ausschließlich in Englisch. Folgende Vorteile sind zu nennen:
- Near native competence: Durch vermehrte Übung erreichen die Schülerinnen und Schüler
eine erheblich höhere Sprachkompetenz und das Sprechen der Fremdsprache wird zunehmend
selbstverständlich.
-.Sprachübergreifende Methodenkompetenz: Kompetenzen wie „selbstständiges Erarbeiten
von Fakten“, „Analysieren von Statistiken und Schaubildern“, „Präsentationen, etc.“,
werden auf Englisch und in der Muttersprache erworben. Der Umgang mit verschiedenen
englischsprachigen Materialien wird selbstverständlich.
- Interkulturelles Lernen: Auszüge aus englischen oder amerikanischen Schulbüchern
erweitern den Horizont der Schülerinnen und Schüler.
3. Wie wird der bilinguale Unterricht organisiert?
Der Englischunterricht wird in der 5. und 6. Klasse in der Regel um ein oder zwei Stunden
pro Jahr erweitert, damit die Schüler am Ende der 6. Klasse eine gute Sprachkompetenz
besitzen. In Klasse 6 gibt es als ersten spielerischen Einstieg Module im Geschichtsunterricht
in englischer Sprache. In den Einführungsjahren eines Sachfaches (Klasse 7 und 8) wird der
Unterricht um je eine Stunde erhöht. Der eigentliche bilinguale Sachfachunterricht beginnt in
Klasse 7 mit Geschichte. Ab Klasse 8 folgen Module im Fach Sport. In der 9. bzw. 10. Klasse
findet der bilinguale Unterricht jeweils in Geschichte und Sport bzw. in Politik und Kunst
statt.
4. Welche Schülerinnen und Schüler kommen für den bilingualen Unterricht in Frage?
Wir halten vor allem Schüler dafür geeignet, die den Übergang von der Grundschule leicht
bewältigt haben, die gerne aus eigener Überzeugung heraus lernen. Sie drücken sich schon
recht sicher aus und zeigen auch eine gewisse Aufgeschlossenheit für historische Ereignisse.
Wenn die Zahl der Interessenten die Kapazität der Schule überschreitet wird von drei
Englischlehrern eine Auswahl der in Frage kommenden Schüler anhand der oben genannten
Kriterien getroffen. Dies geschieht auf Grundlage eines Gesprächs mit den Schülern und
deren Eltern.
Bei der Entscheidung für den bilingualen Unterricht geht man grundsätzlich von einer
langfristigen Bindung der Kinder an das Angebot aus, aber trotzdem kann die Entscheidung
für den bilingualen Unterricht in Ausnahmefällen rückgängig gemacht werden, insbesondere
dann, wenn sich herausstellt, dass eine Schülerin bzw. ein Schüler mit dem bilingualen
Unterricht überfordert ist. Da die Kerncurricula bzw. Rahmenrichtlinien für die Sachfächer
auch in den bilingualen Fächern gelten, ist das Überwechseln in eine nicht-bilinguale Klasse
möglich.